Funktionsstörungen der Kiefergelenke und Kaumuskulatur (craniomandibuläre Dysfunktionen – CMD) zeigen in der Bevölkerung eine sehr große und stets zunehmende Verbreitung und können zu zahlreichen Beeinträchtigungen führen.
Unser Kau- und Bewegungsapparat sind Systeme, die eng miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig beeinflussen. Zähne und Kiefer stehen über den Schädel und die Muskulatur in enger Verbindung zur Wirbelsäule. Wenn wir kauen wirkt sich das Bewegungsmuster daher auch auf entfernte Körperregionen aus.

Bei einem harmonischen und optimal funktionierenden Kausystem besteht eine Balance zwischen Zahnstellung und Kiefergelenkstellung. Verlagert sich dieses Gleichgewicht auf eine Seite, so entsteht eine Funktionsstörung, eine sog. craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Häufig ist es so, dass ein Patient zwar über eine optimale Zahnstellung verfügt, das Kiefergelenk aber trotzdem eine Fehlstellung aufweist. Anders herum kann die Position des Kiefergelenkes ideal sein, ohne dass die Zähne korrekt aufeinander passen. In beiden Fällen kann es zu Beeinträchtigungen in Form von Beschwerden kommen.